Oh, schwanger! – so ziemlich jede werdende Mama ist beim Erblicken eines positiven Ergebnisses auf dem Schwangerschaftstest zunächst sprachlos. Egal ob geplant oder ungeplant, erwartet oder nicht erwartet, wenn dort das Plus oder der zweite Streifen erscheint, ist man erstmal überwältigt. Viele verschiedene Gefühle prasseln auf einen ein, denn dieses kleine Zeichen, kann dein ganzes Leben auf den Kopf stellen – insbesondere, wenn du das alles zum ersten Mal erlebst.

Du bist schwanger? Oder deine Partnerin? Dann erstmal meinen ganz herzlichen Glückwunsch zu diesen wundervollen Neuigkeiten! Wie es mir nach dem positiven Test ergangen ist und welche 7 Schritte du nach dem Testergebnis unbedingt erledigen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

In mir herrschte Gefühlschaos.

Es war eigentlich noch viel zu früh, um per Urintest zuhause zuverlässig auf eine Schwangerschaft zu testen. Aber der Kinderwunsch war da, der Eisprung getrackt und ich hatte es schon direkt einfach im Gefühl. Ich wollte Gewissheit. Also habe ich einen Ultra-Frühtest genutzt, der bereits 5 Tage vor Fälligkeit der Periode eine Schwangerschaft erkennen kann. Ich persönlich war mit dem Clearblue Ultra Frühtest (Werbung, Amazon Affiliate Link*) super zufrieden und konnte bereits in der 4. SSW positiv testen.

Als ich dann tatsächlich mein positives Ergebnis in der Hand hielt, war ich komplett überfordert von dem Gefühlschaos, was in mir aufkam. Hier mischten sich:

  • Bestätigung – denn „ich wusste es“ ja,
  • Erleichterung – dass es tatsächlich geklappt hatte,
  • Angst – dass etwas schief gehen könnte,
  • Zuversicht – dass schon alles gut werden würde,
  • Nervosität – da sich jetzt vieles ändern würde,
  • Zweifel – ob dies wirklich die richtige Zeit für ein Baby ist und ob ich eine gute Mama sein würde,
  • Freude – auf die schöne Zeit, die vor mir liegt und
  • Glück – da ich es kaum erwarten konnte, meinem Mann die gute Neuigkeit zu erzählen.

Wenn dir einige dieser Gefühle bekannt vorkommen, sei dir gewiss: das ist normal, du bist nicht allein und du schaffst das schon!

Um deine Gedanken ein wenig zu ordnen, habe ich hier eine Übersicht über die nächsten Schritte nach dem positiven Testergebnis zusammengestellt.

Was du jetzt unbedingt tun solltest:

1. Lasse deine Gefühle zu

All die gemischten Gefühle und verschiedenen Gedanken haben ihre Daseinsberechtigung. In deinem Bauch wächst ein kleines Wunder heran, deine Hormone stellen sich auf die Schwangerschaft ein und in der nächsten Zeit wird sich vieles für dich verändern. Das kann überwältigend sein. Daher ist es wichtig, dir einen Moment Zeit zu nehmen und deine Gefühle zuzulassen, um sie verarbeiten zu können.

2. Erzähle es deinem Partner

Die Neuigkeiten mit deinem Partner/deiner Partnerin zu teilen ist einer der besten Wege, deine Gedanken und Gefühle zu verarbeiten. Gemeinsam könnt ihr euch auf das vor euch liegende Abenteuer freuen, eure Ängste und Sorgen bereden und eure Wünsche teilen. Ob du jetzt direkt aus dem Bad rennst und ihm/ihr den positiven Schwangerschaftstest unter die Nase hältst (so wie ich) oder dir eine besondere Art der Verkündung überlegst ist ganz dir überlassen. Auch enge Familie oder Freunde können hier eine Vertrauensperson und eine starke Unterstützung sein.

3. Errechne den Geburtstermin

Wenn du die Schwangerschaft geplant hast, weißt du wahrscheinlich genau, wann dein Eisprung war. Mit dieser Info kannst du dir recht zuverlässig ausrechnen, wann dein Baby auf die Welt kommen wird und in welcher Schwangerschaftswoche (SSW) du gerade bist. Aber keine Sorge, auch ohne das Datum deines Eisprungs kannst du den voraussichtlichen Geburtstermin errechnen. Ich habe dazu immer den Online-Rechner von babyartikel.de genutzt (unbezahlte Werbung). Er wirft außerdem einen sehr hilfreichen Kalender aus, der dir sagt, wann du in welche SSW kommst.
Hier der Link: https://www.babyartikel.de/magazin/ssw-rechner-lass-dir-deine-schwangerschaftswoche-berechnen

Wenn du noch eine Erklärung für die Schwangerschaftswochen, -monate und Trimester benötigst, schau gerne hier in meinem Beitrag vorbei: Endlich verständlich: Schwangerschaftswochen und -monate einfach erklärt

4. Hebamme suchen und kennenlernen

Wusstest du, dass du direkt ab dem positiven Schwangerschaftstest das Recht auf die Betreuung durch eine Hebamme hast? Die Kosten hierfür werden von deiner Krankenkasse übernommen. Hebammen sind wahre Allrounder! Sie begleiten dich durch die Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett und noch darüber hinaus. Neben der Betreuung können sie die Vorsorgetermine übernehmen, bieten Geburtsvorbereitungskurse an und stehen dir auch emotional jederzeit mit offenem Ohr und einem guten Rat zur Seite. Kein Wunder also, dass Hebammen immer schon frühzeitig ausgebucht sind. Kümmere dich also rechtzeitig darum, eine Hebamme, die zu deinen Wünschen und Bedürfnissen passt, zu finden. Hierfür kannst du in deiner Umgebung suchen, beim nächsten Krankenhaus fragen oder auch Internetseiten wie https://www.hebammensuche.de/ nutzen.

5. Termin beim Frauenarzt

Rufe bei deinem Gynäkologen an und informiere ihn über deine Schwangerschaft. Solltest du zum Beispiel in der 5. Schwangerschaftswoche sein, wundere dich nicht, wenn du deinen Termin erst in ein paar Wochen bekommst. Der ideale Zeitpunkt für den ersten Ultraschall beim Arzt zur Schwangerschaftsfeststellung liegt zwischen der 7. und 9. SSW. Das Warten darauf fühlt sich endlos an, aber hat durchaus seinen Grund. Denn meist kann man erst ab diesem Zeitpunkt sehen, ob sich die Eizelle korrekt in der Gebärmutter eingenistet hat und sogar schon den Herzschlag des Embryos sehen und hören. Dies ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl!

6. Achte auf dich selbst

Mit dem kleinen Wunder, was in deinem Bauch heranwächst, musst du in den nächsten Monaten besonders auf dich Acht geben. Passe deine Gewohnheiten und deine Ernährung an (z.B. Rauchen, Alkohol, rohes Ei/Fleisch/Fisch sind jetzt tabu), reduziere möglichst deinen Stress indem du dir bewusst Auszeiten nimmst und integriere Bewegung in deinen Alltag, um fit zu bleiben. Dein Körper leistet schwerste Arbeit und eine gesunde Lebensweise bildet die ideale Grundlage für eine problemlose Schwangerschaft, in der du noch lange fit bist.

7. Arbeitgeber informieren

In manchen Berufen ist es notwendig, den Arbeitgeber sofort ab dem positiven Schwangerschaftstest bzw. der Bestätigung vom Arzt zu informieren. Hierzu gehören zum Beispiel Berufe innerhalb des Gesundheitssystems oder in Kindergärten, denn dort rutscht man aufgrund eines erhöhten Risikos direkt in das Beschäftigungsverbot (zum Beispiel durch übertragbare Krankheiten). In anderen Berufen ist man grundsätzlich zu keinem bestimmten Zeitpunkt verpflichtet, den Arbeitgeber zu informieren. Deshalb warten viele werdende Mamas das Ende des 1. Trimesters ab, bevor sie die Neuigkeiten im Berufsfeld teilen. Die Info an den Arbeitgeber bringt allerdings einige praktische Vorteile mit. Denn dadurch genießt du einen besonderen Kündigungsschutz sowie ein Recht auf vermehrte Pausen oder das Verbot von Nachtarbeit. Überlege daher, wann es für dich am sinnvollsten ist, deinen Arbeitgeber über die Schwangerschaft zu informieren.

Ich hoffe diese Übersicht hilft dir weiter, um Struktur in das Gefühlschaos zu bringen. Hinterlasse mir gerne einen Kommentar mit deinem Feedback oder einer Frage. Ich wünsche dir einen entspannten Start in deine Schwangerschaft und alles Gute für dich und deine Familie!

Deine Mel

*Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert