Die ersten Zähne sind ein aufregender Meilenstein in der Entwicklung deines Babys. Viele Eltern fragen sich: Wann kommen die ersten Zähne, wie erkenne ich die Anzeichen des Zahnens und was hilft gegen Zahnungsschmerzen? In diesem Artikel findest du alle wichtigen Informationen – kompakt und verständlich.

Mit etwas Geduld, den richtigen Hilfsmitteln und viel Liebe kannst du deinem Kind das Zahnen erleichtern. Achte auf die typischen Anzeichen, unterstütze dein Baby bei Schmerzen und beginne früh mit der Zahnpflege – so legst du den Grundstein für gesunde Kinderzähne.

An alle Mamas, die das süße, zahnlose Lächeln noch nicht gehen lassen möchten: das Lächeln mit nur zwei kleinen Zähnchen ist auch unfassbar niedlich!

Wann kommen die ersten Baby Zähne?

In der Regel erscheinen die ersten Zähne zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat. Aber manche Babys bekommen ihre Zähne früher, andere später – das ist völlig normal. Bei unserem Sohn kamen die ersten beiden Zähne tatsächlich bereits mit nur 4,5 Monaten (ich war noch nicht bereit dafür!), die Tochter einer Freundin hatte an ihrem 1. Geburtstag noch keinen Zahn – also komplett unterschiedlich.

Interessanter Fakt: die Milchzähne werden bereits im Mutterleib vor der Geburt angelegt, sie brechen allerdings erst nach der Geburt durch.

Insgesamt wird dein Baby irgendwann 20 Milchzähne haben. Meist sind die unteren Schneidezähne die ersten Zähne, die durchbrechen (6-10 Monate), gefolgt von den oberen beiden Schneidezähnen (8-12 Monate). Daraufhin kommen die seitlichen Schneidezähne oben (9-13 Monate) und unten (10-16 Monate) und anschließend die Eckzähne oben (16-22 Monate) und unten (17-23 Monate). Zuletzt kommen die ersten Backenzähne (13-19 Monate) und die hinteren Backenzähne (23-31 Monate).

Anzeichen: Wie erkenne ich, dass mein Baby zahnt?

Jedes Baby zeigt das Zahnen auf andere Art und Weise. Doch es gibt eine Reihe an Anzeichen, die häufig bei den meisten Babys auftreten:

  • Vermehrtes Sabbern: Viele Babys sabbern deutlich mehr, bevor und wenn die Zähne durchbrechen.
  • Beißverhalten: ALLES landet im Mund – dein Baby kaut häufiger auf Fingern, Spielzeug oder anderen Gegenständen.
  • Unruhe und Weinen: Zahnungsschmerzen können dein Baby quengelig machen.
  • Erhöhter Bedarf nach Körperkontakt: durch die Schmerzen kann dein Baby mehr Körperkontakt als sonst fordern.
  • Rötung oder Schwellung im Zahnfleisch: Das Zahnfleisch kann empfindlich oder leicht geschwollen wirken und die Wangen können heiß und gerötet sein.
  • Schlafprobleme: Manche Babys schlafen in dieser Zeit unruhiger, da die durchkommenden Zähne auf das Zahnfleisch drücken und Jucken auslösen.

Es gibt außerdem auch ein paar Symptome, die nicht bei allen Babys auftreten:

  • Erhöhte Temperatur oder Fieber (nicht durch Zahnen bedingt, eher durch Infekte)
  • Durchfall oder vermehrter Stuhlgang (entsteht durch den erhöhten Speichelfluss und damit erhöhte Verdauungsaktivität)
  • wunder Po (bedingt durch vermehrten Stuhlgang)

Bei uns waren es die folgenden Symptome: über circa 10 Tage hatten wir schlechten Nachtschlaf, leicht geschwollenes Zahnfleisch, vermehrter Bedarf nach Körperkontakt und natürlich das Sabbern und Beißen. Alles was der Kleine in die Hände bekommen hat, ist im Mund gelandet und wurde abgelutscht und angesabbert.

Was hilft gegen Zahnungsschmerzen?

  • Beißringe: Gekühlte Beißringe lindern den Druck und massieren das Zahnfleisch.
  • Sanfte Zahnfleischmassage: Mit sauberen Fingern leicht über das Zahnfleisch streichen oder weiche Beißringe anbieten.
  • Kühle Waschlappen: Ein sauberer, kalter Waschlappen kann zum Kauen angeboten werden.
  • Homöopathische Mittel oder Zahnungsgel: Sprich vorher mit deinem Kinderarzt über geeignete Produkte. Achte insbesondere auf die folgenden Attribute: alkoholfrei, zuckerfrei, ohne Konservierungsstoffe.
  • Ablenkung und Nähe: Kuscheln, Spielen und liebevolle Zuwendung helfen deinem Baby, sich zu beruhigen.

Produktempfehlung: dieser tolle Beißring (Werbung*) war bei uns der Hit, er hat pausenlos darauf herumgelutscht und das Zahnfleisch massiert. Auch diese gekühlte Beiß-Schildkröte wurde intensiv genutzt und hat bei den Zahnungsschmerzen geholfen (Werbung*).

Zahnpflege und Mundhygiene

Mit dem Durchbruch des ersten Zahnes solltet ihr bereits die Zahnpflege und Mundhygiene beginnen. Sobald sich die kleinen Spitzchen zeigen, könnt ihr diese morgens und abends mit speziellen Fingerhut-Zahnbürsten aus Silikon putzen. Mit sanften, kreisenden Bewegungen könnt ihr die Zähne säubern und das Zahnfleisch massieren und somit auch direkt Zahnungsbeschwerden lindern. Mit der Pflege von Beginn an, gewöhnt ihr euer Baby direkt an eine regelmäßige Mundhygiene gewöhnen.

Ihr wollt schon vor dem ersten Zahn euer Baby an das Zähneputzen gewöhnen? Ihr könnt euer Baby zuschauen lassen, wenn ihr selbst zähne putzt oder ihm eine Baby-Zahnbürste zum darauf herumkauen geben.

Zum Putzen der Zähne solltet ihr spezielle Baby-Zahnpasta mit Fluorid nutzen (Menge: circa die Größe eines Reiskorns), lasst euch hier bei der Wahl der Zahnpasta gerne vom Kinderarzt oder Zahnarzt beraten. Wir nutzen hier auf Empfehlung die Dentinox Baby Zahncreme mit Fluorid und unser Baby liebt sie (Werbung*). Fluorid gilt als Grundstein für gesunde Zähne und schützt vor Karies. Aber Achtung: manche Vitamin D-Tabletten enthalten bereits Fluorid, dann solltet ihr eine fluoridfreie Zahnpasta nutzen, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Wann sollte ich zum Zahnarzt? Normal sollte man mit dem ersten Durchbruch direkt zum Zahnarzt. Allerdings war es bei uns so früh, dass gesagt wurde, wir sollten mit dem Zähneputzen beginnen und dann erst kommen, wenn unser Baby sicher alleine sitzen kann. Der erste Zahnarztbesuch dient in erster Linie dem Vermeiden von Angst vor dem Arztbesuch – viel zu untersuchen gibt es ja direkt nach dem Durchbruch nicht.

Stillen und die ersten Baby Zähne

Da habe ich mir bereits vorher so viele Sorgen gemacht. Wie wird es wohl sein, zu stillen, wenn der kleine Mann schon die ersten Zähne hat? Wird es weh tun? Werde ich weiter stillen können?

Doch hier kann ich erstmal Entwarnung geben: wenn die ersten Zähne wie üblich im Unterkiefer kommen, verursachen diese beim Stillen keine Probleme, da sie mit der Zunge überdeckt werden.

Es kann allerdings vorkommen, dass das Baby hin und wieder zubeißt, ob aus Neugier, weil es neu ist, oder weil es versucht, einen Pups rauszudrücken. Machen wir uns nichts vor, dies kann sehr schmerzhaft sein. Du solltest deinem Baby unbedingt signalisieren, dass das Beißen nicht ok ist, indem du auch die Brust weg nimmst. So lernt es, dass Trinken nur ohne Beißen möglich ist.

Jetzt solltest du gut vorbereitet sein, wenn dein Baby zahnt. Wann ist es wohl bei eurem Baby soweit? Alles Liebe und viel Erfolg beim Zähnchen putzen, deine Mel

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